Amphibienschutz am Angelgewässer Eine Aktion des Landesfischereiverbandes Westfalen Lippe &  ARA Habe Sie schon einmal die zur Laichzeit blau schimmernden Männchen des Moorfrosches gesehen? Die meisten werden dieses Farbenschauspiel noch nie erlebt haben. Denn der Moorfrosch gehört bei uns inzwischen zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Nicht nur bei uns sterben Frösche, Kröten und Schwanzlurche aus. Weltweit gilt ein Drittel der über 6200 Amphibienarten als bedroht. In Deutschland sind von den 21 hier heimischen Arten die meisten bedroht. Selbst noch nicht gefährdete Arten treten in sehr viel geringerer Bestandsdichte auf als noch vor 25 Jahren. ( K ) ein Ufer für Frösche und Fische Fast alle stehenden Gewässer in Nordrhein Westfalensind nicht natürlichen Ursprungs. Entweder entstanden sie durch den Stau eines Fließgewässers oder durch Abgrabungstätigkeiten von Sand oder Kies. Gerade bei den Baggerseen ist der ökologisch wichtige amphibische Uferbereich oft sehr schmal, manchmal gar nicht vorhanden. Besonders in diesem wechselfeuchten Verbindungslebensraum pulsiert jedoch das Leben. Vegetationsreiche Zonen bieten Unterschlupf und Deckung für Frösche und Jungfische. Krautreiche Flachwasser und auch überschwemmte Wiesen dienen besonders dem Hecht zum Ablaichen.                                                                                                              mit freundlicher GenehmigungText Jürgen Birtsch ( Projektleiter ) www.fisch-und-frosch.de; frosch@araonline.de Wer von uns Angler hat es nicht schon erlebt, man sitzt am Angelgewässer, döst so vor sich hin und plötzlich bewegt sich da etwas am / im Wasser und gewinnt unsere Aufmerksamkeit. Beim genaueren betrachten sehen wir einen Frosch, so wie wir ihn seit unserer Jugend kennen, halt einen ganz gewöjnlichen Frosch. Hand aufs Herz, wer kommt auf die Idee das gerade dieser kleine Kerl zu einer bedrohten Tierart gehört, ich denke keiner von uns! Man ist groß geworden mit Fröschen Molchen                                          Bergkammmolchen und Salamandern. Wo sind diese für die Natur und ein                                               funktionierendes Ökosystem notwendigen Tiere geblieben? Wenn ein Jeder von uns am Angelgewässer etwas mehr Rücksicht walten läßt und sich bewußt macht, dass man nur Gast ist, Gast in einer in sich funktionierenden kleinen Welt, denke ich trägt man schon dazu bei das sich der Lebensraum für diese so wichtigen kleinen Gesellen nicht noch mehr verschlechtert . fewo- am- terwisch.de Angelfreunde-Mülheim.de                           Michael Raspel Mai 2010